Volocopter ist in Lahr „sehr glücklich“ und wächst weiter

In zwei bis drei Jahren soll der kommerzielle Start sein

Veröffentlicht am 18.08.2020

Ein unscheinbarer Büroraum. Lediglich Tische und Stühle füllen die Leere. Wohl niemand auf dem Flughafenareal Lahr würde von außen erahnen, dass sich hier Techniker und andere Mitarbeiter eines millionenschweren Startups austauschen. Volocopter ist ein Bruchsaler Unternehmen, welches die durch Politik und Presse jüngst bekannt gewordenen Flugtaxis entwickelt. Wie ergeht es dem Startup in Lahr und wie kann die Politik unter die Arme greifen? Um dies zu erörtern, trafen Volocopter Vertreter, mit dem Bundestagsabgeordneten Peter Weiß, Oberbürgermeister Markus Ibert sowie Daniel Halter, Geschäftsführer der IGZ (startkLahr Airport & Business Park Raum Lahr), auf der öffentlichen Seite zusammen.

 

„Volocopter möchte der führende Urban Air Mobilitätsdienstleister sein. Das bedeutet, dass wir Städte dabei unterstützen, ihre Mobilitätskonzepte durch Flugtaxis nachhaltig zu transformieren. Der Volocopter spart Zeit, ist extrem sicher, emissionsfrei und leise“, formuliert Volocopter die Unternehmensvision. „Auf gewissen Routen, mit bestimmten topografischen Begebenheit oder wo viel Stau aufkommt, kann der Volocopter eine optimale Ergänzung zum existierenden Mobilitäsangebot schaffen.“

 

Der Standort Lahr wäre eine ideale Erweiterung zum bestehenden Testfeld in Bruchsal, hier gäbe es ausreichend Platz und die Möglichkeit insbesondere sogenannt Performancetests durchzuführen. Dabei werden längere Strecken und höhere Geschwindigkeiten getestet. Diese Tests sind wichtiger Bestandteil auf dem Weg zur Zertifizierung des Volocopter Flugtaxis durch die EASA, die Europäische Agentur für Flugsicherheit. Erst wenn sie von der Sicherheit des Flugtaxis überzeugt ist – und die Messlatte ist genauso hoch wie bei kommerziellen Linienflügen – darf der Volocopter kommerziell an den Markt gehen. Das soll in drei Jahren bereits der Fall sein.

 

Dafür testet Volocopter in Lahr ausgiebig. Ein weiterer Testschwerpunkt hier sind Weiterentwicklungen und Konzepte, die langfristig das autonome Fliegen ermöglichen werden. Die visionäre Firma freut sich über dies Unterstützung zur Erweiterung der Testmöglichkeiten und der Infrastruktur, um das elektrische Fliegen voranzutreiben. Zum Ende des Treffens zeigten die Unternehmensvertreter den Teilnehmern den in Lahr zu Testzwecken befindlichen Volocopter.

 

Bundestagsabgeordneter Peter Weiß sagte: „Ein Cluster mehrerer sich gegenseitig befruchtender Unternehmen zum Thema Urban Mobility auf dem Lahrer Flughafenareal ist eine echte Vision. Ich setze mich für dieses Zukunftsthema entschieden ein.“

 

Oberbürgermeister Markus Ibert resümierte: „Die Entscheidung der Landesregierung ein Testfeld für das autonome Fliegen am Flughafen Lahr einzurichten, werte ich als wichtiges Signal für die Zukunftsfähigkeit unseres Standortes, das sich nun bestätigt. Das Testfeld ist neben den anderen Vorzügen unseres Standortes eine Chance, technologisch innovative Unternehmen – wie z.B. Volocopter – auf unsere Region aufmerksam zu machen.“ 

 

Daniel Halter, Geschäftsführer der IGZ Raum Lahr GmbH, kommentierte: „Mit Volocopter nutzt bereits eines der wegweisenden Unternehmen im Bereich des autonomen Fliegens das Testfeld am Flughafen Lahr. Es ist eine schöne Entwicklung, wenn zukünftig noch weitere Unternehmen aus dem Umfeld dieser jungen Branche folgen.