Ausbau des Geh- und Radwegs im Westteil des startkLahr-Areals

Erweiterung Richtung Norden

Veröffentlicht am 05.10.2020

Mit den Ansiedlungen im Westareal des startkLahr-Areals ist auch die Zahl der radfahrenden Verkehrsteilnehmer deutlich gestiegen. Durch Zalando hat sich die Anzahl derer, die mit dem Rad zur Arbeit fahren nochmals erhöht. Allerdings endet derzeit der von Süden kommende und parallel zur Einsteinallee verlaufende ausgebaute Radweg nach der Kurve nördlich des Unternehmens Lahr Logistics. Um danach beispielsweise zu Zalando zu gelangen, müssen die Radfahrer auf den Straßenbereich der Einsteinallee wechseln und teilen sich diese mit Pkw- und Lkw-Fahrern. Dies ist gerade in den dunklen Jahreszeiten nicht ungefährlich.


Um die Verkehrssicherheit der Radfahrer deutlich zu erhöhen und damit gleichzeitig die Nutzung von Fahrrädern für den Weg zu Arbeitsstelle attraktiver zu gestalten plant der Zweckverband deshalb den bestehenden Geh- Radweg Richtung Norden weiter auszubauen. Damit soll auch das überregionale Radwegenetz weiter vorangebracht werden, so dass das Areal selbst für Arbeitnehmer aus Frankreich gut per Rad erreichbar ist. Die Ausbaustrecke verläuft auf einer Länge von 1,4 km ab dem Unternehmen Lahr Logistics bis zu Höhe von Zalando. Derzeit läuft das Ausschreibungsverfahren und die Bauarbeiten sollen noch in diesem Jahr beginnen, sodass noch vor Sommerbeginn 2021 die ersten Radfahrer die Strecke nutzen können. Der Ausbau des Radwegs ermöglicht damit eine umweltfreundliche und sportliche Anfahrt zum Arbeitsplatz.


Der Zweckverbandsvorsitzende, Lahrs Oberbürgermeister Markus Ibert: „Die Fortführung des Geh- und Radweges stellt einen wichtigen Schritt für die weitere Erschließung des startkLahr-Areals und einen kleinen Mosaikstein für eine nachhaltige betriebliche Mobilität dar. Den fahrradfreundlichen Ausbau unserer Industrie- und Gewerbegebiete sehe ich neben einer guten ÖPNV-Anbindung als wichtigen Aspekt für deren Zukunftsfähigkeit.“


Bei der Planung dieses Geh- und Radwegabschnittes wurde auch eine Idee aufgegriffen, die Mitglieder in der letzten Zweckverbandsversammlung vorgeschlagen hatten: Um die Auswirkungen auf die Umgebung durch künstliches Licht so gering wie möglich zu halten, wird die Beleuchtung des Geh- Radweges zeitgesteuert und an das zu erwartende Verkehrsaufkommen angepasst sein, erläutert Zweckverbandsdirektor Daniel Halter.

Nach Prüfung aller möglichen Varianten wird die Anlage des bereits im Bebauungsplan vorgesehenen kombinierten Rad-/Gehwegs westlich der Einsteinallee erfolgen. Dabei sorgt ein 2 m breites Grünbankett für einen ausreichenden Sicherheitsabstand zum Pkw- und Lkw-Verkehr und dient gleichzeitig als Versickerungsfläche für die Straßenentwässerung.


Für die Herstellung des Geh- und Radweges ist es erforderlich, dass ein Teil der dort stehenden Ahornbäume gefällt wird. Dies erfolgt in Abstimmung mit der Unteren Naturschutzbehörde. Durch mehrfache Planungsanpassungen konnte die Anzahl der zu fällenden Bäume jedoch reduziert werden. Die Baumfällarbeiten werden in den nächsten Tagen beginnen. Nach Abschluss der Tiefbauarbeiten wird die Alleebaumreihe entlang der Einsteinallee durch Neuanpflanzung von Winterlinden wieder geschlossen. Diese Baumart wurde ausgewählt, da sie vor dem Hintergrund der Klimaveränderungen als recht hitzeresistent und darüber hinaus auch als Bienenweide gilt.


Parallel zur Einsteinallee verläuft ein Entwässerungsgraben, der die erforderliche Oberflächenentwässerung des Gebietes gewährleistet. Die Streckenführung des Geh- und Radweges macht es jetzt erforderlich, dass dieser nach Westen verlegt und gleichzeitig seine Funktionalität verbessert wird.


Beide Maßnahmen, der Ausbau des Geh- und Radweges als auch die Verlegung bzw. des Ausbau des Entwässerungsgrabens erfolgen zeitgleich. Mit diesen Projekten investiert der Zweckverband einen niedrigen einstelligen Millionenbetrag in die Zukunft.